| Johnsbach feiert den 70. Geburtstag des Pfarrers P. Gebhard Grünfelder |
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1938 in Esseg (heute Osijek / Kroatien) geboren, Flucht der Familie im Jahre 1944 in die Steiermark, besuchte Grünfelder ab dem Herbst 1949 das Stiftsgymnasium Admont. Seit nunmehr beinahe 60 Jahren lebt und wirkt er im Stift Admont – ein einsamer Rekord! Nach der Matura 1957 Eintritt in das Kloster, Theologiestudien, 1963 Priesterweihe. Noch im selben Jahr Präfekt im Konvikt und Lehrer an der Schule. Wegen seines Organisationstalentes wurde er bald für administrative Aufgaben eingesetzt: 1980 Administrator der Schule, 1988 deren Direktor. Unter seiner Leitung erreichte das Gymnasium mit 30 Klassen und über 750 Schülern den höchsten Schülerstand. Im Jahre 2002 erhielt es neben dem sprachlichen und dem musischen Zweig noch einen naturwissenschaftlichen Schwerpunkt (Realgymnasium mit Labor). Mit diesen drei Angeboten stellt das Gymnasium auch für die Zukunft ein attraktives und modernes Ausbildungszentrum für die gesamte Region dar. Gelobt wird am Stiftsgymnasium neben der guten Betreuung durch die Lehrer auch das moderne Schulgebäude mit den zahlreichen sportlichen Anlagen – dank P. Gebhards Bemühungen wurden 6 Klassenzimmer, ein Turnsaal, moderne Räume für Musik und Bildnerische Erziehung, eine große Schulbibliothek, für die über 70 Lehrpersonen ein großes Konferenzzimmer, dazu modernste Geräte in den EDV-Räumen, ein Schülertreff ... Pater Gebhard wird als „Bauherr“ in die Geschichte der Schule eingehen. Für seine Verdienste wurde ihm der Ehrentitel „Hofrat“ verliehen. Ein Prior eines großen Stiftes ist quasi „die Mutter des Klosters“ und hat sich um nahezu alle Belange des täglichen Lebens und der wirtschaftlichen Planung zu kümmern. 12 Jahre lang, bis zum November 2008, führte P. Gebhard die Geschicke des Klosters mit kluger und umsichtiger Hand, bis er kürzlich dieses schwere Amt in jüngere Hände legen konnte. In Feierstunden zum Abschied als Direktor und als Prior bekannte P. Gebhard die große Erleichterung, wohl aber auch Dankbarkeit für viel Gelungenes.
Sein eigentliches Talent, nämlich auf Menschen zuzugehen und Seelsorger zu sein, will er jetzt in Johnsbach verstärkt einsetzen. Die Johnsbacher freuen sich, dass ihr Pfarrer nun fast ausschließlich für sie da ist. |